Forschungszulage FAQ - Antworten auf Ihre Fragen

Zum 1. Januar 2020 ist das Gesetz zur Forschungszulage in Kraft getreten. In unseren Forschungszulage FAQ finden Sie Antworten rund um Ihre Fragen. Wir helfen Ihnen, Ihre Forschungszulage erfolgreich zu beantragen und sichern Ihre Steuerliche Forschungsförderung.

Mit der Forschungszulage oder auch steuerlichen Forschungsförderung genannt, gibt es für Unternehmen in Deutschland eine weitere Möglichkeit,  Forschungs- und Entwicklungsprojekte fördern zu lassen. Antragsberechtigt  sind alle steuerpflichtigen Unternehmen, unabhängig von Größe und Gewinnsituation und dem Unternehmenszweck, gleichermaßen. Im Rahmen des Einkommensteuergesetzes und des Körperschaftsteuergesetzes wird die neue steuerliche Forschungszulage in einem eigenständigen Gesetz, dem  Forschungszulagengesetz (FZulG) geregelt. In unseren Forschungszulage FAQ finden Sie Antworten rund um Ihre Fragen. Wir helfen Ihnen, Ihren Antrag zur Forschungszulage erfolgreich zu stellen. Kontaktieren Sie unsere Berater!

Forschungszulage FAQ

Welche FuE Vorhaben werden begünstigt?

Begünstigt werden Vorhaben der

  • Grundlagenforschung
  • industriellen Forschung
  • experimentelle Entwicklung

Grundsätzlich gibt es da keine Einschränkungen. Die FuE-Projekte müssen innovativ sein, das bedeutet laut Gesetz, sie müssen zur systematischen Erweiterung des Wissenstandes beisteuern.
Außerdem ist es erforderlich, bestimmte Kriterien, die eine Innovation nachweisen, zu erfüllen. Mehr dazu

Müssen die FuE Vorhaben zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgt sein?

Für alle Vorhaben, sowohl für die eigenen FuE-Projekte als auch für Auftragsforschung, die nach dem 1. Januar 2020 gestartet wurden, kann die neue Forschungszulage beantragt werden.

Welche Aufwendungen sind förderfähig?
  • Personalkosten der am Projekt beteiligten Mitarbeiter
  • Leistungen eines Einzelunternehmers oder Personengesellschafters, die dem Projekt zuzuschreiben sind
  • Pro Woche können maximal 40 Arbeitsstunden berücksichtigt werden.
  • Für die in Auftrag gegebenen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben betragen die förderfähigen Aufwendungen 60 Prozent des vom Anspruchsberechtigten an den Auftragnehmer gezahlten Entgeltes.
Ist die Forschungszulage De-minimis relevant?

Ja, die Forschungszulage unterliegt der De-minimis-Verordnung. Das bedeutet, dass die Förderung, die ein Unternehmer für seine Eigenleistungen im FuE Projekt erhält, als De-minimis Beihilfe gewertet wird. Die Summe aller erteilten Beihilfen darf damit innerhalb von drei Jahren nicht höher als 200.000 Euro ausfallen.

Wer kann die Forschungszulage beantragen?Unternehmen, unabhängig ihrer Größe oder Gewinnsituation, die in Deutschland steuerpflichtig sind, können die Forschungszulage beantragen. Mehr dazu

Muss der Forschungsauftrag in Deutschland vergeben werden?Nein. Auftagsforschung innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes kann über die Forschungszulage abgerechnet werden.

Können Unternehmen in der Verlustphase die Steuerrückzahlung erhalten? Ja, auch Unternehmen in der Verlustphase können die Forschungszulage beantragen. Hier wird ggf. die Differenz der angesetzten Steuer und der Forschungsförderung gezahlt.

Welche Unterlagen muss ich einreichen?
  1. Vor Beantragung der Forschungszulage muss der Nachweis der Forschungstätigkeit vorliegen und auch dem Finanzamt übermittelt werden.
  2. Zum Antrag der Forschungszulage zählen Angaben über:
    • den finanziellen, personellen und zeitlichen  Umfang des Projektes
    • Angaben zum Unternehmen, wie beispielsweise Anschrift, Kontaktdaten, Steuernummer,…
    • Angaben zu verbundenen Unternehmen
  3. Wir empfehlen zur Vorbereitung diese Dokumentationen:
    • Ressourcenerfassung der F&E-Arbeit
    • Aufzeichnungen über Eigenleistungen des Unternehmers

Muss eine Dokumentation der Arbeiten erfolgen?Ja, die Arbeiten müssen nachvollziehbar dokumentiert werden. Gefördert wird jedoch nicht die geplante, sondern die tatsächlich geleistete Arbeitszeit. Hier gelten die allgemeinen Grundsätze der ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie Datenzugriff.

Wie müssen die Aufzeichnungen über den Arbeitseinsatz geführt werden?Jeder Mitarbeiter, der am Projekt beteiligt ist, muss gesondert geführt werden. Aus der Dokumentation muss dann erkennbar sein, wie viel von der Gesamtarbeitszeit des Mitarbeiters am Projekt gearbeitet wurde. Eine namentliche Aufführung der Arbeitnehmer ist nicht erforderlich.

Wie werden die förderfähigen Kosten ermittelt?Zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage werden die anteiligen Bruttoarbeitslöhne aller beteiligten Mitarbeiter summiert.

Gibt es ein festes Beantragungsformat?Die Beantragung der Forschungszulage wird elektronisch erfolgen, in Form eines amtlichen Formulars.

Wie wird die Forschungszulage ausgezahlt?Die Forschungszulage wird im Rahmen der nächsten Einkommens- und Körperschaftssteuer durch Anrechnung berücksichtigt. Fällt die Forschungszulage höher aus als die Einkommens- und Körperschaftssteuer wird die Differenz ausgezahlt.

Wann kann ich die Forschungszulage beantragen?Die Forschungszulage wird nach Ablauf des Wirtschaftsjahres, in dem das FuE Projekt stattgefunden hat bzw. in dem die Kosten entstanden sind, beim zuständigen Finanzamt beantragt.

Wann kann ich die Bescheinigung beantragen?Der Antrag auf Bescheinigung der Forschungstätigkeit kann hingegen auch bereits vor, während oder nach dem Projekt gestellt werden.

Gibt es für die Forschungszulage eine Eineichungsfrist?Nein, es gibt keine konkrete Deadline. Ein Antrag kann bis zu vier Jahre nach Entstehung des Anspruches gestellt werden.

Warum benötige ich eine Bescheinigung?

Die Bescheinigung wird zum Nachweis der Forschungstätigkeit benötigt. Dies ist Voraussetzung zur Beantragung der Forschungszulage.

Was prüft die Bescheinigungsstelle?

Die Bescheinigungsstelle prüft Projekte auf Innovationskriterien. Diese dienen dem Nachweis der Innovationshöhe. Laut Forschungszulagengesetz sind folgende Kriterien zu erfüllen:

  • Neuartig
  • Schöpferisch
  • Ungewiss
  • systematisch
  • übertragbar

Mehr zum Nachweis der Forschungstätigkeit

Wer ist mit der Bescheinigung beauftragt?

Die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) ist ein Konsortium, bestehend aus der AiF Projekt GmbH, der VDI Technologiezentrum GmbH und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR Projektträger).

Wie erfolgt die Bescheinigung?

Der Antrag auf die Bescheinigung soll elektronisch, über ein Web-Portal, erfolgen. Wichtig ist, dass die Forschungstätigkeit die Merkmale eines FuE-Projektes beinhaltet. Daraufhin prüft die Bescheinigungsstelle Forschungszulage den Antrag und wird bei Bedarf weitere Unterlagen anfordern. Nach erfolgreicher Prüfung wird die Bescheinigung erstellt und dem Antragssteller übermittelt.

Kann man die Forschungszulage zusätzlich zu anderen Förderungen beantragen?

Nein, eine Doppelförderung ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das heißt, werden die Personalkosten Ihres FuE-Projektes bereits durch ein Förderprogramm gefördert, kann dafür die Forschungszulage nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Welche Möglichkeiten gibt es neben der Forschungszulage?

Grundsätzlich gibt es attraktive Förderprogramme, die bei FuE-Projekten genutzt werden können. Wir empfehlen in jedem Fall eine Beratung zur Wahl der bestmöglichen Förderung.


Unsere Beratung zur Forschungszulage und unsere Leistungen

Evaluation der optimalen Förderung

Wir evaluieren mit Ihnen Ihre geplanten und laufenden F&E Projekte. Zusammen analysieren wir, ob die Forschungszulage oder eine  profitablere Projektförderung für Sie in Frage kommt.

Beantragung der Forschungszulage

Wir nehmen Ihnen den organisatorischen Aufwand ab. Wir beraten Sie und übernehmen die Beantragung der Zulagenbescheinigung bei der entsprechenden Behörde.

Abrechnung des Projekts im Full Service

Wir bieten einen Fullservice an. Wir entlasten Sie somit maximal bei der Antragstellung und Abwicklung der Forschungszulage.

Sie profitieren von unserer Expertise

Aufgrund unserer herausragenden Erfolgsquote arbeiten wir hochgradig erfolgsbasiert. Das gibt Ihnen die Garantie, dass Sie keine hohen fixen Beratungskosten haben